Blickpunkt Jöllenbeck

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Spende an das Mädchenwohnheim „Halhof“
Ein außergewöhnlicher Freund
Der Siemens-Konzern stellt seinen Niederlassungen in Deutschland pro Jahr jeweils 3.000,- € zur Verfügung, mit denen soziale Projekte vor Ort gefördert werden können. Über die Vergabe können die Leitungen autonom entscheiden. Seit nunmehr 15 Jahren fördert der Leiter der hiesigen Niederlassung, Friedhelm Lohmann, mit diesem Betrag jährlich gezielt einer der vier Einrichtungen der Erziehungshilfe in städtischer Trägerschaft (Haus Linie 3, Rolf Wagner Haus, Wintersheide und Mädchenwohnheim Halhof), insgesamt mit inzwischen 45.000,- €.
Der Sozialdezernent Ingo Nürnberger erklärte dazu: „Friedhelm Lohmann ist der einzige Wirtschaftsführer dieser Stadt, der diese vier Einrichtungen aus eigener Anschauung kennt. Und nicht nur das, sondern er sucht immer wieder aktiv die Möglichkeit zu helfen. Fürwahr ein außergewöhnlicher Freund.“ Ingo Nürnberger musste feststellen, dass gerade für die Arbeit mit Jugendlichen Spenden sehr selten sind. Daher sticht das Engagement von Friedhelm Lohmann ganz besonders hervor. Seinen Anfang nahm es bei seinem 25jährigen Betriebsjubiläum, als Friedhelm Lohmann statt Geschenke für eine Spende an eine soziale Einrichtung gebeten hatte und bei der Suche nach einem passenden Adressaten auf die städtischen Einrichtungen gestoßen war. Auch bei seinem 40jährigen Jubiläum setzte er dies fort und konnte so „außer der Reihe“ zusätzlich 2.000,- € an das Haus Wintersheide übergeben.  
In diesem Jahr freuen sich die Bewohnerinnen des Bielefelder Mädchenwohnheims „Halhof“ im Stadtbezirk Schildesche über die Spende. Mit dem Geld wollen sie unter anderem Fahrräder und eine Karaoke-Maschine kaufen. Den Spendenscheck überreichte Siemens-Niederlassungsleiter Friedhelm Lohmann an Wohnheim-Leiterin Stephanie Sinemus im Beisein von Sozialdezernent Ingo Nürnberger und Jugendamtsleiter Georg Epp.
Seine Beweggründe fasste Friedhelm Lohmann schlicht und bescheiden in der Aussage zusammen, er selbst hätte an vielen Stellen in seinem Leben Glück gehabt und er fühle sich aufgefordert, von diesem Glück etwas zurückzugeben. In den Gesprächen in den Einrichtungen hat er über die Jahre regelmäßig erfahren können, wie häufig die sozialpädagogische Hilfe durch die Mitarbeiter in den Häusern tatsächlich eine Wende im Leben der betroffenen Jugendlichen eingeleitet hätte. Das wäre jeden Euro wert.
Das Mädchenwohnheim „Halhof“ ist seit August 1979 eine Einrichtung der Erziehungshilfe in Trägerschaft der Stadt Bielefeld. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Gutshofes, der inzwischen von der Jugendorganisation Die Falken bewirtschaftet wird. „In unserem Haus können neun Mädchen langfristig wohnen. Ihnen wird ein Lebensbereich geboten, der es ermöglicht, seelische wie körperliche Verletzungen zu überwinden und soziale Erfahrungen zu analysieren, um gemeinsam mit Sozialarbeiter- und Erzieherinnen sowie einer Sozialpädagogin neue Lebensperspektiven für sich zu erarbeiten. Dafür kommt die Spende wie gerufen, gerade in finanziell knapper Zeit“, freut sich Stephanie Sinemus.
Man mag es sich kaum vorstellen, aber im Stadtgebiet Bielefeld werden pro Jahr etwa 240 Jugendliche in Obhut genommen. Das Mädchenwohnheim „Halhof“ ist dann eine der möglichen Anlaufstellen. In Bielefeld leben aktuell etwa 500 Kinder unter 6 Jahren und etwa 700 Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren in Pflegefamilien. Jeden Tag, so berichtete Georg Epp, fahren seine Mitarbeiter raus und suchen Familien auf, um Problemfälle zu analysieren und Hilfen zu organisieren. Bei diesen Zahlen wird deutlich, welche wichtige Funktion die Erziehungshilfe in unserem sozialen System einnehmen.
Auf der anderen Seite machte Stephanie Sinemus allerdings auch deutlich, dass die Hilfe von den betroffenen Jugendlichen auch angenommen werden muss. Mit wenigen Ausnahmen ist dies jedoch der Fall. Aufgrund der hohen Fallzahlen kommt dem Mädchenwohnheim „Halhof“ momentan mehr eine Funktion als Clearingstelle zu, mit 13 Bewohnerinnen arbeitet man am Limit. Die Mädchen können daher auf dem „Halhof“ nicht so lange bleiben, wie sie es sich selber oft gerne wünschen.

  
Unfreiwillig verlängerte Sommerferien
Der Schüler Felix T. (Name von der Redaktion geändert) besuchte die Realschule Jöllenbeck. Zum Ende der Erprobungsphase im Schuljahr 2016/17 gelangte das Kollegium zu der Auffassung, den Schüler nicht in die siebte Klasse versetzen zu können. Felix wurde abgeschult. Noch in den letzten Wochen des auslaufenden Schuljahres machten sich die Eltern auf die Suche nach einer neuen Schule für ihren Sohn im gesamten Umkreis, wochenlang vergeblich. Das Ferienende nahte und immer noch kein positiver Bescheid. Am ersten Schultag nach den Ferien noch einmal ein Vorsprechen in der Realschule, doch dort nur die Auskunft, Felix auch nicht nur vorübergehend beschulen zu können. Trotz allgemeiner Schulpflicht in Deutschland kam Felix in den Genuss verlängerter Sommerferien. Drei Wochen dauerte es, bis die Bezirksregierung endlich einen Platz gefunden hat. Felix besucht jetzt eine Gesamtschule.
Mit der Sekundarschule steht jetzt eine moderne Schulform für die Sekundarstufe I auch in Bielefeld in den Startlöchern, die so etwas von vornherein ausschließt. Bis Ende der Klasse 9 gibt es keine Sitzenbleiber, geschweige denn die Notwendigkeit, die Schule zu wechseln. Alle Abschlüsse der Sekundarstufe I werden angeboten, d.h. Hauptschul- und Realschulabschluss bzw. der Realschulabschluss mit der Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Von Anfang an werden auch gymnasiale Standards berücksichtigt. Mit Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs werden Vereinbarungen getroffen, die den reibungslosen Übergang nach der Klasse 10 sicherstellen.
Im Ganztagsunterricht bis ca. 16 Uhr lernen Kinder in Klassen mit maximal 25 Schülern gemeinsam bzw. werden betreut. Es gibt individuelle Lern- und Hausaufgabenzeiten.
Die Brodhagenschule in Gellershagen hat sich auf den Weg gemacht, Sekundarschule zu werden, es kommt jetzt auf die Eltern an.
Wenn Sie sich vorstellen können, in dieser Schulform das beste Konzept für Ihr Kind zu sehen, dann können Sie sich hier eingehend informieren: www.sekundarschule-bielefeld.de
Geben Sie der Zukunft eine Chance.
  
summ, summ
... Ihr Blick schweift von der Fahrbahn von Ihnen zur Seite. In dem kleinen Seitenfenster zuckelt die Landschaft vorbei. Auf langen Halmen wiegt sich das Getreide im Wind, allenthalben von blauen und roten Punkten durchsetzt, Kornblumen, Klatschmohn. PATSCH! Ein fünfmarkstückgroßer Fleck mitten auf der Windschutzscheibe. Langsam ziehen Fäden aus der gelbgrünen Masse nach oben, bis der warme Fahrtwind sie ausgetrocknet hat ...
Sofern Sie in den sechziger, siebziger oder achtziger Jahren mit dem Auto über Land gefahren sind, war spätestens beim nächsten Tankstopp ein Familienmitglied damit beschäftigt, die Frontscheibe von unzähligen Insektenresten zu befreien, falls dies nicht vom Tankwart selbst erledigt wurde. Heute können Sie quer durch die Republik fahren und am Ende die Reste der bedauernswerten Kreaturen auf Ihrer Scheibe an einer Hand abzählen. Vorbei auch die Zeit, wo Sie einen freundlichen Radfahrer an den Fliegen zwischen den Zähnen erkennen konnten. Sie sind weg. Die Insekten. Seit vielen Jahren nimmt ihre Zahl beständig ab, in den wenigen Untersuchungen, die wissenschaftlichen Kriterien standhalten, zum Teil im erschreckenden Ausmaß (bis zu 70% und mehr).
„Es ist noch zu früh, einen eindeutigen Verursacher zu benennen, uns fehlt einfach mehr belastbares Zahlenmaterial,“ erklärt Dr. Isolde Wrazidlo, Direktorin des Namu in Bielefeld, „aber die Art und Weise, in der hierzulande überwiegend Landwirtschaft betrieben wird, steuert auf jeden Fall ein gerüttelt Maß zu der Lage bei.“ Eine eMail an Rita Rehring, Pressesprecherin des WLV (Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband), vor einigen Wochen. Frage: Wie unterstützt der WLV seine Mitgliedsbetriebe in dieser Sache, gibt es vielleicht schon Handreichungen dazu? Rita Rehring meldet sich per Autotelefon: „Also wir haben gerade am Wochenende eine ausgedehnte Fahrradtour unternommen und da waren reichlich Insekten in der Luft. Wenn es in einem Jahr mal weniger sind, hat das auch mit der kühlen Witterung zu tun. Überhaupt ist das ein Thema, was die NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen) unnötig aufbauschen!“ Nun zählt das Bundesumweltministerium nicht gerade zu den NGOs, aber wenn ein landwirtschaftlicher Verband so mit einem Thema umgeht, kann man bestenfalls davon ausgehen, dass die Tragweite des Vorgangs nicht begriffen wurde.
Unterhält man sich mit einem Landwirt, der seinen Hof noch bewirtschaftet, so wird dieser einem sehr eindeutig nahebringen, dass er sich als selbständiger Unternehmer versteht, der seinen Betrieb am Ende des Tages erfolgreich durch das Jahr bringen muss. Völlig unstreitig wird jeder ihm zubilligen, dabei auch einen Gewinn zu erwirtschaften, der u.a. die kommenden Investitionen ermöglicht und auf lange Sicht den Betrieb, den Hof, schuldenfrei an die nächste Generation zu übergeben. Betriebswirtschaft ist daher in der Ausbildung junger Landwirte ein wichtiger Schwerpunkt. Leider tauchen Insekten in der BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) nicht auf. Stattdessen schlagen grotesk niedrige Verbraucherpreise unmittelbar durch – das Pfund Hackfleisch zu zwei Euro, das Kilo Hähnchenschenkel zu etwas über einem Euro (Preise aus der Werbung vom 25.8.2017), denken wir überhaupt darüber nach, welchen Irrsinn wir damit befördern?
Bislang konnten Landwirte immer darauf hoffen, dass für die entstehenden Probleme technische Lösungen gefunden wurden. Als die Traktoren die verdichteten Böden nicht mehr bearbeiten konnten, wurden die Schlepper immer stärker und größer. Mit den heutigen Spitzenmodellen ließe sich wahrscheinlich problemlos eine Furche in einen Braunkohleflöz ziehen. Immer neue Herbizide hielten die Wildkräuter auf Distanz, andere Biozide verdrängten die Schimmelpilze, z.B. den schwarzen Rost. Letzterer breitet sich inzwischen im Mittelmeerraum in einer Variante aus, die resistent gegen alle derzeit bekannten Gifte ist. Der inzwischen multiresistente Ackerfuchsschwanz sorgt dafür, dass auf einigen Flächen in Deutschland der Getreideanbau eingestellt werden mußte (Die Zeit 30/2017). Hier geht auch nicht das Motto „viel hilft viel“, dessen Anwendung beim Einsatz eines Totalherbizids für die Rekultivierung einer Brache für den Maisanbau im vergangenen Jahr die Nachtigallpopulation in der unteren Johannisbachaue ausgelöscht hat.
Und jetzt die Insekten. Deren Verschwinden bringt nicht nur Vögel, Fledermäuse, Frösche und zahlreiche weitere Tierarten in unmittelbare Bedrängnis, auch uns wird es treffen, zuallererst die Landwirtschaft. In China existieren bereits Landstriche, in denen die Bestäubung der Nutzpflanzen durch Erntehelfer vorgenommen wird. Soll es hierzulande soweit kommen?
Eine verpflichtende Umstellung des konventionellen auf einen biologischen Landbau erscheint uns illusorisch. Das mag auch so sein. Aber es gibt gangbare Wege, jetzt und sofort zu handeln, selbst wenn diese das Problem nicht gänzlich lösen werden. Vor gut 25 Jahren hat die Stadt Bielefeld ein sog. „Ackerrandstreifen-Programm“ initiiert. Dies hatte zwar vordergründig den Erhalt von Ackerwildkräutern zum Ziel, der Nebeneffekt einer besonders vielfältigen Insektenfauna wurde jedoch schon seinerzeit beschrieben. Blühstreifen-Programme gibt es heute immer noch, es machen jedoch zu wenig Landwirte mit. Warum ist die Sache mit den Insekten eigentlich so wichtig? Weil zwei Drittel der hundert wichtigsten Nutzpflanzen von der Bestäubung durch Insekten abhängig sind. Und weil wir immer noch weit davon entfernt sind zu verstehen, welche komplexen Auswirkungen die vorsätzliche Zerstörung gewachsener Ökosysteme haben wird.
Monokulturen, Insektizide, insbesondere Neonicotinoide, das Verschwinden von Auen und Feuchtwiesen, die zunehmende Rekultivierung ehemaliger Grünbachen, möglicherweise erste Auswirkungen des Klimawandels und noch andere Faktoren – alles zusammen ruiniert unsere Insektenfauna. Allen gemeinsam ist, dass menschliches Handeln ursächlich ist. Also ist es an uns, dies zu ändern.
Die landwirtschaftlichen Verbände betonen, dass an der derzeitigen Form der landwirtschaftlichen Produktion kein Weg vorbei führt. Stimmt das?  Wir stimmen jeden Tag an der Fleisch- und Gemüsetheke darüber ab. Wir bestimmen alle paar Jahre mit der Zusammensetzung von Gemeinderäten und Parlamenten über den voraussichtlichen Weg dieser Gesellschaft für die nächsten Jahre, ein Blick nach Düsseldorf kann einen in dieser Hinsicht zur Verzweiflung treiben. Beim Klimawandel haben wir den Point of no return in einzelnen Bereichen bereits überschritten. Die Auswirkungen werden unsere Kinder und Enkel im Sinne des Wortes „ausbaden“ müssen. Die Auswirkungen eines weiterhin ungebremsten Insektensterbens werden wir noch selber bezahlen dürfen, ebenso wie die immer teurere Reinigung unseres Trinkwassers von Düngemittelresten. Aber das ist eine andere Geschichte.
  
Kanugruppe der Naturfreunde
Outdoor Wassersport in Bielefeld?
Fast alles verbindet man mit Bielefeld: dass es uns nicht gibt, dass wir ein Mittelgebirge mitten in der Stadt und einige bemerkenswerte Beiträge zur Alltagskultur hervorgebracht haben (Backpulver …) - aber Kanusport? Doch nicht auf der freigelegten Lutter, oder? „Nein, unsere Paddeltouren führen uns auf ganz unterschiedliche Reviere in der Region und auch zu weiter entfernten Zielen. Aber einen ersten Vorgeschmack können alle Interessierte in Schildesche im Hallenbad der Plaßschule bekommen,“ beantwortet Thomas Wegg-Beck von der Kanugruppe der Naturfreunde, Ortsgruppe Bielefeld e.V. die Frage. In der Tat, jeden Freitag von 18 bis 20.00 Uhr findet das Hallenbad-Training am Meyer-zu-Eissen-Weg statt, aber davon später.
Jetzt stehen wir nämlich noch auf dem Meierhof in Heepen, hier befindet sich das Vereinshaus der Naturfreunde, hier lagern die Boote samt Ausrüstung auf der alten Deele und hier wird gerade das Obergeschoß der alten Leibzucht zur Boulderhalle ausgebaut (dieses Projekt der örtlichen Naturfreundejugend wurde von der NRW-Stiftung finanziell unterstützt. Durch mannigfache Eigenleistungen konnten viele Kosten aufgefangen werden). „Unsere Kanugruppe feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges. Gut 120 Mitglieder zwischen 6 und 80 Jahren betreiben hier in Bielefeld den Kanusport, etwa die Hälfte paddelt regelmäßig. Allein 33 Termine zählt unser Paddelprogramm für das laufende Jahr, die wöchentlichen Trainingszeiten in dem Hallenbad der Plaßschule nicht mitgerechnet. Von Anfänger und Familientouren bis hin zum Wildwasser oder Freestyle, ich glaube, bei uns kommt jeder auf seine Kosten. Wobei: wir sind grundsätzlich offen für Nicht-Mitglieder und die Schnupperphase ist selbstverständlich kostenfrei, auch die Ausrüstung wird gestellt. Und grundsätzlich werden unsere Touren von erfahrenen und zertifizierten Gruppenleitern begleitet. Wir sind als offizieller Ausbilder vom DKV anerkannt, dies beinhaltet eine fortwährende Pflicht, die entsprechenden Qualifikationen zu erneuern und nachzuweisen. Nur so können wir gerade gegenüber Eltern darstellen, dass wir uns auf dem Wasser verantwortungsvoll und umsichtig verhalten. Schließlich vertrauen sie uns ihre Kinder an! Wer beim Schnuppern auf den richtigen Riecher gekommen ist, hat dreimal im Jahr die Möglichkeit, mit uns auf der Lippe eine eintägige Anfängerschulung mitzumachen. Wer weiter gehen will, hat einmal pro Jahr die Gelegenheit an einer zweitägigen Sicherheitsschulung in Theorie und Praxis teilzunehmen. Diese Schulung ist übrigens auch als Lehrerfortbildung anerkannt!“
In dem Bootshaus stehen ganz unterschiedliche Bootstypen, sowohl Kajaks als auch Kanadier, alte verschrammte und grell bunte neue sind dabei. Dies spiegelt durchaus auch die Bootsentwicklung der vergangenen Jahrzehnte wider: Material, Länge, Ausstattung, alles ist einem fortwährenden Entwicklungsprozess unterworfen. Die großen Boote, die wie auf dem Bild erkennbar aus dem Regal herausragen, kommen etwa auf 35 kg Leergewicht, die kleinen bunten Wildwasser-Kajaks nicht einmal auf 25 kg. Die Boote für Kinder unter 15 Jahren sind noch leichter.
Voraussetzung für den Kanusport: nicht wasserscheu sein und man muss schwimmen können. Letzteres können Kinder ebenfalls bei dem Hallenbad-Training erlernen und vervollkommnen, denn die erste Stunde ist jeweils fürs Schwimmen reserviert. Die Zielgruppe der Kanuten von den Naturfreunden sind junge Familien und junge Leute allgemein. Geboten werden, neben dem begleiteten Einstieg in diesen Sport, mehrtägige Touren etwa dreimal im Jahr im europäischen Ausland (Österreich, Frankreich, Niederlande), sowie ein- und mehrtägige Touren in der Region (Lippe, Hunte, Weser) und anderen Teilen der Republik. Für wirklich sportliche Menschen: die Teilnahme am 25. Kanu-Triathlon im September 2017 im Raum Paderborn/Lippe/Oerlinghausen.
Geboten wird aber auch eine ganz andere Perspektive auf die Natur, die weder Wanderer noch Radfahrer so einnehmen können. Dies in Verbindung mit der Gemeinschaft ähnlich veranlagter Menschen. Gemeinschaftserlebnis, Offenheit für neue Erfahrungen, andere Menschen, andere Umgebungen. Letztlich ein Gewinn für alle. Dabei ist es das Ziel der Naturfreunde, sinnvolle Freizeitangebote für junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihren finanziellen Möglichkeiten anzubieten.
Die Fotos vom Hallenbad-Training vermitteln einen ersten Eindruck. Klar, das Becken ist nicht sehr groß, aber die Wassertiefe lässt sich verringern, was gerade auch für Kinder einen erheblichen Vorteil bietet. Auch lassen sich grundlegende Übungen hier gefahrlos einstudieren, z.B. die Eskimorolle. Die (jungen) Kanuten sind erkennbar mit Freude dabei.
Wenn Sie dabei sein möchten: eine kurze Anmeldung/Nachfrage bei Volker Pässler, Telefon 0521/479988 oder per eMail an nafrbi-kanu@gmx.de wäre schön.
  
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